Teerölschaden Zeche und Kokerei Graf Schwerin

Projekt

Bewertung des Teerölschadens der ehemalige Zeche und Kokerei Graf Schwerin 1/2

Auftraggeber 

Montan-Grundstücksgesellschaft mbH, Essen

Projektdauer

2001 bis 2008

 

  

Projektbeschreibung

Durch die Auswertung vorhandener und ergänzender Untersuchungen wurden die Eintrags- und Ausbreitungsmechanismen der kokereitypischen Teerölbelastung im Bereich der Nebengewinnungsanlagen der ehemaligen Kokerei in Castrop-Rauxel ermittelt. Unter Berücksichtigung von Machbarkeits- und Verhältnismäßigkeitsaspekten wurde die bestehende, bis weit unter ein angrenzendes Wohngebiet reichende Schadstoffausdehnung (Teerölphase und gelöste Stoffe) unter der Voraussetzung toleriert, dass es zu keiner weiteren Ausbreitung kommt. Dies ist durch natürliche Rückhalte- und Abbauvorgänge, die durch eine 20-jährige Grundwasserbeobachtung und qualitative Hinweise auf einen Schadstoffabbau belegt werden, gewährleistet. Dennoch sollen zwei wesentliche Mechanismen der Grundwasserbelastung im Eintragsbereich (Kokereinebengewinnung) unterbunden (Sickerwassereintrag) oder zumindest verringert werden (horizontale Durchströmung des Eintragsbereichs). Die Oberflächenabdichtung zur Verhinderung des Sickerwassereintrags wird Bestandteil eines Sicherungsbauwerks (Landschaftsbauwerks), in das bei der bautechnischen Aufbereitung/Sanierung des geplanten Gewerbegebiets anfallendes belastetes Aushubmaterial eingelagert wird.
 

 

Ingenieurleistungen

  • Durchführung ergänzender Standortuntersuchungen
  • Aufbau einer Projektdatenbank mit Alt- und Neudaten
  • GIS-gestützte Datenanalyse
  • Gefährdungsabschätzung
  • Sanierungsplan
  • Grundwassermonitoring
  • Planung und Ausschreibung der Sanierungsmaßnahme und der bautechnischen Aufbereitung