Deininghauser Bach

Projekt

Deininghauser Bach in Castrop-Rauxel, km 0,0 bis km 5,1, Bau des Abwasser-kanals und ökologische Verbesserung Diverse Bauabschnitte

Auftraggeber

Emschergenossenschaft Essen

Projektdauer

seit 1990 laufend

Bauvolumen

> 50 Mio. €

Projektbeschreibung

Seit Anfang der 1990er Jahre laufen die Bauarbeiten für die Umgestaltung des Deininghauser Baches. Im Zuge der Internationalen Bauausstellung Emscher Park wurde dieser Bachlauf als Referenzprojekt für die Gewässerumgestaltung ausgewählt, weil er im Oberlauf land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen tangiert, im Mittellauf an der Grenze von Industriebrachen mit hohen Kontaminationen (ehemalige Kokerei und Düngemittelfabrik) und im Unterlauf durch besiedelte, urbane Bereiche verläuft und damit als regionstypischer Gewässerlauf beschrieben werden kann. Der Deininghauser Bach gehörte zu den ersten Bachläufen, die im Zuge der Umgestaltung des Emschersystems ökologisch verbessert wurden.

Zunächst wurde über mehrere Jahre in diversen Bauabschnitten der Abwasserkanal verlegt. Über weite Strecken erfolgte die Verlegung mittels unterirdischem Vortrieb (bis zu DN 2800), wobei u. a. die Trasse der Köln-Mindener Eisenbahn, Autobahn BAB 42 sowie die Bundesstraße B 235 und mehrere innerstädtische Straßen zu unterfahren waren bzw. die Trassen parallel dazu verliefen. Der Vortrieb erfolgte überwiegend im Kreidemergel. Es waren zahlreiche tiefe Baugruben auch in Bereichen mit dichter Bebauung erforderlich.Der Bau von mehreren Regenrückhalte- und Regenüberlaufbecken, teils unterirdisch und teils als profilierte Erdbecken, gehörte ebenfalls zum Bauumfang.

Nachfolgend wurde das Gewässer beginnend am Oberlauf ökologisch verbessert. Hierzu zählte der Rückbau der Sohlschalen, das z. T. auenartige Aufweiten des Gewässerprofils und der Rückbau von kontaminierten Sedimenten und Auffüllungen. Im innerstädtischen Bereich steht die geplante Offenlegung des Gewässers in einem trogartigen Einschnitt mit städtbaulichen Akzenten noch aus.

Ingenieurleistungen

  • Baugrunderkundung und -beratung für Entwurfs- und Ausführungsplanung

  • Standsicherheitsnachweise (Brücke, Böschung, Vortrieb)

  • geotechnische Fachbauberatung einschl. BGR 128

  • entsorgungstechnische Beratung und Bodenmanagement

  • Auswirkungsprognosen für Grundwasserabsenkung und Dimensionierung von Grundwasserhaltungen